Ritter Schwarzenfels ziehen positive Bilanz

Burg wurde gut besucht

(Sinntal) Gut entwickelt hat sich der erst am 29. November 2007 gegründete Verein „Ritter Schwarzenfels", der sich die Erhaltung und Vermarktung der Burg Schwarzenfels zur Aufgabe gemacht hat. Nicht wie von Kritikern vorausgesagt an den Kosten gescheitert, sondern mit Augenmaß vorgegangen ist die Tafelrunde (Vorstand) im Berichtsjahr 2008. Bei der Mitgliederversammlung, die standesgemäß Burgversammlung heißt, im Gasthaus „Zur grünen Linde" in Schwarzenfels berichtete Burgherr Carsten Ullrich, dass das Wahrzeichen Sinntals sehr begehrt sei. Das Jugend- und Freizeitlager war zu 85 Prozent ausgelastet. Auch der Marstall sowie die gesamte Burgfläche erfreute sich einer guten Nachfrage. Positiv für den Kulturstandort bewertete Ullrich die stattgefundenen Burgfestspiele durch Günther Keims Freie Schaubühne Ramholz und den Verein Theaterkunst Bergwinkel. Wie in den vergangenen Jahren war die ARGE der Schwarzenfelser Vereine mit dem Weihnachtsmarkt zu Gast. Im August fand ein Mitgliederfest mit einem zünftigen Wildschweinessen in der Burg statt.
Das Jahr 2008 war ein gutes Jahr für den Verein sagte Ullrich, „obwohl wir Widrigkeiten begegnen und gegen Kinderkrankheiten ankämpfen mussten. Wir sind gesund gewachsen und komme langsam ans Ziel.“ Das „Burgcafe" ist verpachtet und eine Wohnung konnte vermietet werden. Beeinträchtigungen durch die aufwendigen Sanierungsmaßnahmen, die das Hessische Immobilienmanagement durchführen lässt, sind wichtig für die Erhaltung der denkmalgeschützten Substanz. Wirtschaftlich schlossen die „Ritter“ trotz hoher Ausgaben das Jahr mit schwarzen Zahlen ab. Ullrich dankte allen Spendern, der Kreissparkasse und der VR-Bank Schlüchtern, der Gemeinde Sinntal, sowie den Bäckern, die das Burgbrot verkauften. Der Burgherr wünschte sich noch mehr Resonanz für die Burg und den 65 Mitglieder zählenden Verein aus der Bevölkerung. In 2009 müsse nach neuen Fördermitteln Ausschau gehalten und Unterstützer gefunden werden. Es gelte, einen Hausmeister zu finden und die zweite Wohnung im alten Forsthaus zu vermieten. Optimistisch stimme, dass das Jugend- und Freizeitlager schon fast komplett ausgebucht sei und der Marstall und die Burg auch wieder für zahlreiche Veranstaltungen und Hochzeitsfeiern reserviert wurden.
Am 13. und 14. Juni wird ein großes Ritterfest veranstaltet, bei dem die Trimburger Ritterschaft ein mittelalterliches Spektakel mit Heerlagern, Schwertkämpfen, Feuerschluckern, Ständen alter Handwerke und einem Falkner bietet. Bei dem Fest werden erstmals der Burg-Schnaps und das speziell gebraute Burgbier ausgeschenkt. Obwohl man mit einem großzügigen Kreditrahmen der beiden Banken beginnen musste, konnte Burgkämmerer Klaus Schlegelmilch seinen Kassenbericht mit einem Guthaben abschließen. Die Kassenprüfer Manfred Richter und Volker Röll bestätigten die ordentliche Führung der Kassengeschäfte. Daher wurde die Tafelrunde auch einstimmig entlastet. Bei den anstehenden Teilwahlen zur Tafelrunde wurden der seitherige Burgkämmerer Klaus Schlegelmilch als neuer Burgvogt (2. Vorsitzender), Petra Jungnickel als seine Nachfolgerin zur Schatzmeisterin sowie Karl Hölzer, Daniel Röll, Volker Röll und Hasso Schiefler zu beisitzenden Rittern gewählt. In den Bürgerrat wählte die Burgversammlung Thomas Fuß, Torsten Richter, Stefan Schlegelmilch, Karl Ulrich und Ulrich Wittenzellner. Komplettiert wird der Bürgerrat kraft Amtes durch Wilhelm Burow (Ortsvorsteher), Wolfgang Kallies (Pfarrer) und Georg Röll (ARGE). Als neue Kassenprüfer bestimmte die Versammlung Hermann Kötterheinrich und Peter Müller.

Unser Bild zeigt: Die Mitglieder der Tafelrunde, des Bürgerrates und die Kassenprüfer


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